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Studenten auf E-Scootern, Elektroautos an Ladesäulen vor Supermärkten, E-Bike-Pendler in Zügen und S-Bahnen – die Elektromobilität prägt zunehmend das Straßenbild in Deutschland. Die Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts belegen diesen Trend: Anfang Januar dieses Jahres waren in Deutschland 1,65 Millionen Elektroautos, also rein batterieelektrische Fahrzeuge (BEV), zugelassen. Das entspricht einem Anteil von 3,3 Prozent am Pkw-Bestand. Dies ist zwar noch weit entfernt von der Zielmarke von 15 Millionen Elektroautos bis 2030, zeigt aber einen deutlichen Aufwärtstrend. Allein im Januar wurden rund 34.500 BEVs neu zugelassen, was einem Zuwachs von fast 54 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht. Im Februar betrug das Plus knapp 31 Prozent.
Mehrere Faktoren treiben diese Entwicklung voran. Einerseits werden die EU-Vorschriften für den CO₂-Ausstoß von Fahrzeugflotten ab 2025 verschärft, was die Hersteller dazu zwingt, mehr Elektrofahrzeuge zu verkaufen. Andererseits werden günstigere Modelle auf den Markt kommen, da Hersteller wie Renault, Škoda und Hyundai den wachsenden Markt für preisgünstige Elektrofahrzeuge erobern wollen. Doch es gibt auch Herausforderungen. Das abrupte Ende des Förderprogramms für Elektroautos Ende 2023 hat zu einem Einbruch der Verkaufszahlen geführt. Experten schlagen nun vor, andere Anreize zu setzen: Steuerliche Vorteile für Unternehmen etwa oder der Verkauf von CO₂-Zertifikaten durch E-Auto-Besitzer spielen hier eine Rolle. Aber auch die Hersteller reagieren direkt auf den Wegfall staatlicher Förderungen mit eigenen Rabattprogrammen.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Ausbau der Ladeinfrastruktur. Eine aktuelle Studie der nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur prognostiziert einen Bedarf von 380.000 bis 680.000 öffentlich zugänglichen Ladepunkten bis 2030, davon 55.000 bis 90.000 Schnellladepunkte. Dies unterstreicht die Notwendigkeit weiterer Investitionen in diesem Bereich. Trotz der Herausforderungen zeigt die aktuelle Debatte um Elektrofahrzeuge, dass die Verbraucher dieser Technologie zunehmend aufgeschlossen gegenüberstehen. Eine ADAC-Studie ergab, dass 22 Prozent der Befragten sich beim nächsten Autokauf für einen Stromer entscheiden würden.
Vor diesem Hintergrund haben die Research-Experten von FactField in Zusammenarbeit mit DEUTSCHLAND TEST die Studie „Elektromobilität“ durchgeführt. In den Kategorien wurden neben Elektroautoherstellern auch E-Bike-Hersteller, E-Mopeds, E-Roller, Ladesäulenanbieter, Ladetarifanbieter, Apps und E-Fahrzeug-Sharing genauer unter die Lupe genommen, indem gut 4.000 Kunden gefragt wurden, mit welchen Anbietern sie am zufriedensten waren. Insgesamt wurden die Erfahrungen mit mehreren Hundert Anbietern ausgewertet. Welche Unternehmen aus Kundensicht ganz weit vorn liegen, zeigen die acht Empfehlungslisten mit höchster Kundenzufriedenheit in der folgenden Tabelle.
In den untersuchten Kategorien wurden neben Elektroautoherstellern auch E-Bike-Hersteller, E-Mopeds, E-Roller, Ladesäulenanbieter, Ladetarifanbieter, Apps und E-Fahrzeug-Sharing genauer unter die Lupe genommen, indem gut 4.000 Kunden gefragt wurden, mit welchen Anbietern sie am zufriedensten waren.

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Ranking 2025: Elektromobilität
Methodik
Der Test
Welche sind die Anbieter mit der höchsten Kundenzufriedenheit im Bereich E-Mobilität in Deutschland? Dieser Frage ging FactField im Auftrag von DEUTSCHLAND TEST nach. Dazu wurden im Vorfeld 561 Anbieter aus acht Branchen identifiziert, für die Kunden ihre Erfahrungen über ein Online-Panel bewerten konnten. Jeder Befragte hatte die Möglichkeit, die Branchen zu benennen, in denen er Kunde ist – und anschließend die Anbieter auszuwählen, die er nutzt oder genutzt hat. Die konkrete Fragestellung lautete: „Wie beurteilen Sie die folgenden Anbieter (...) insgesamt?“ Die Antwortmöglichkeiten lauteten: „ausgezeichnet“, „sehr gut“, „gut“, „mittelmäßig“,„schlecht“.
Die Auswertung
Insgesamt nahmen 4291 Personen an der Befragung teil. Bei der Auswertung wurde für jeden untersuchten Anbieter der Mittelwert der abgegebenen Kundenurteile gebildet. Ein Mittelwert von 1 würde bedeuten, dass alle befragten Kunden „ausgezeichnete“ Erfahrungen mit dem Anbieter gemacht haben. Ein Wert von 5 würde hingegen bedeuten, dass sämtliche befragten Kunden „schlechte“ Erfahrungen mit dem Anbieter gemacht haben. Nach der Auswertung der Daten wurde der Mittelwert jedes Unternehmens auf eine 100er-Skala umgerechnet.
Die Auszeichnungen
Das Prädikat „Top Kundenzufriedenheit“ erhielten jene Anbieter, deren Wert über dem jeweiligen Branchendurchschnitt lag. Die jeweils am besten bewerteten Anbieter in ihrer Branche erhielten das Prädikat „Höchste Kundenzufriedenheit“. Durchgeführt wurde die Untersuchung im März 2025. Dabei wurden 18.640 Antworten erfasst und ausgewertet.