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Praxistest: Wie sinnvoll sind Nahrungsergänzungsmittel?

Braucht der Körper Nahrungsergänzungsmittel? DEUTSCHLAND TEST hat drei verschiedene Produkte genauer unter die Lupe genommen. Der Artikel und das Video verraten, welche Vitamine und Mineralstoffe darin enthalten sind und ob der Körper diese Extraportion wirklich benötigt.

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Inhaltsverzeichnis
Redakteurin testet Nahrungsergänzungsmittel

© Philipp Ledényi

Nahrungsergänzungsmittel erfreuen sich großer Beliebtheit. Mehr Leistungsfähigkeit, bessere Stimmung, ein stärkeres Immunsystem, höherer Energiestoffwechsel, schönere Haare und Nägel – Anbieter von Nahrungsergänzungsmittel versprechen all diese Dinge, wenn man täglich eine Tagesration zu sich nimmt. Die Frage, die sich stellt: Brauchen wir diese Extraportion Vitamine und Nährstoffe oder können wir sie auch über die Nahrung aufnehmen? Und wenn ja: Wie viel benötigen wir davon?

Die DEUTSCHLAND TEST-Redaktion hat sich dem Thema angenommen und untersucht drei verschiedene Produkte in Bezug auf:

  • Inhaltsstoffe
  • Preis
  • Geschmack
  • Langzeitwirkung

Praxistest: Nahrungsergänzungsmittel (VIDEO)

Braucht der Körper Nahrungsergänzung?

Die Frage, ob der Körper zusätzlich zur täglichen Nahrungsaufnahme Vitamine und Mineralstoffe benötigt, muss man sich stellen, bevor man viel Geld für so ein Produkt ausgibt. Natürlich gehen die Meinungen hier auseinander: Die einen sagen, man würde mithilfe solcher Pulver lediglich teuren Urin produzieren, da man eigentlich alle Nährstoffe über die Nahrung bekommt. Andere wiederum argumentieren damit, dass gerade für Menschen,

  • die sich vegan ernähren,
  • Stress im Job haben,
  • viel Sport machen
  • und wenig Zeit zum Kochen haben,

einen Extra-Bedarf im Körper hervorrufen, der nicht über die Nahrung abgedeckt werden kann. Ein Pulver könne diesen Mangel also ausgleichen.

Echte Mangelerscheinungen sind in Deutschland dem Robert Koch-Institut zufolge eher selten – das heißt, die Menschen sind grundsätzlich hierzulande gut mit Vitaminen und Mineralstoffen versorgt.

Allerdings geht man hier von einem Normalzustand aus. Es gibt aber für einige Menschen auch Zeiten, in denen sie etwa weniger ausgewogen essen, etwas mehr Sport machen oder zu viel Alkohol trinken und sich daher etwas schlapper fühlen. In dem Fall kann ein Mangel entstehen. Ob in solchen Zeiten ein Nahrungsergänzungsmittel den nötigen Kick gibt, erfahrt ihr im Praxistest-Video.

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Nahrungsergänzungsmittel: die Produkte

Im Rahmen des Praxistests wurden drei hochwertige Nahrungsergänzungspulver untersucht, die auf dem Markt immer mehr Beachtung finden. Jedes Produkt wurde hinsichtlich seiner Inhaltsstoffe, seiner Wirkung und seiner Qualität bewertet.

1. AG1 Athletic Greens

AG1 Athletic Greens ist ein beliebtes Nahrungsergänzungspulver, das von vielen Fitnessbegeisterten und Gesundheitsbewussten geschätzt wird. Das Pulver enthält eine Vielzahl von Nährstoffen, darunter Vitamin C, Vitamin D, Vitamin E, Vitamin K2, B-Vitamine, Probiotika, Enzyme und verschiedene Pflanzenextrakte. Die Zusammensetzung zielt darauf ab, den Körper mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen und das Immunsystem zu stärken.

2. Doc Weingart Reset

Doc Weingart Reset ist ein Nahrungsergänzungspulver, das darauf abzielt, den Körper mit essenziellen Vitaminen, Mineralien und Antioxidantien zu versorgen. Die Formel wurde entwickelt, um den Körper bei der Regeneration zu unterstützen und das allgemeine Wohlbefinden zu fördern. Neben Vitaminen und Mineralstoffen enthält Doc Weingart Reset auch spezielle Pflanzenextrakte und Aminosäuren, die dazu beitragen können, den Körper zu revitalisieren und seine natürlichen Abwehrkräfte zu stärken.

3. Primal Greens von Primal Harvest

Primal Greens von Primal Harvest ist ein Nahrungsergänzungspulver, das aus einer Mischung von Superfoods und grünen Pflanzenextrakten hergestellt wird. Die Formel enthält eine Vielzahl von Nährstoffen, darunter Vitamin A, Vitamin C, Vitamin K, Eisen, Kalzium und Magnesium. Primal Greens wurde entwickelt, um den Körper mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen und gleichzeitig seine natürliche Energie und Vitalität zu unterstützen.

Nahrungsergänzungsmittel: Inhaltsstoffe

Das entscheidende Kriterium bei Nahrungsergänzungsmitteln sind die Inhaltsstoffe. Zur Orientierung diente im Test der Referenzwert für die Nährstoffzufuhr eines durchschnittlichen Erwachsenen. Die sogenannten Nutritional Reference Values (NRV) sind Richtwerte für die Menge an Nährstoffen, die eine gesunde erwachsene Person durch die Nahrung aufnehmen sollte, um seinen Bedarf zu decken. Diese Werte basieren auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und dienen als Leitfaden für die Ernährung und die Kennzeichnung von Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln.

Die Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) legt diese NRV-Werte für verschiedene Nährstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe und andere wichtige Nährstoffe fest, was Verbrauchern ermöglicht, die Nährstoffgehalte von Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln besser zu verstehen und zu vergleichen. Wenn ein Produkt etwa einen hohen Anteil eines bestimmten Nährstoffs im Vergleich zum NRV aufweist, kann dies darauf hinweisen, dass es einen wesentlichen Beitrag zur Deckung des täglichen Bedarfs dieses Nährstoffs leisten kann.

Im Rahmen unseres Tests haben wir die Mengen pro Anwendung pro Tag der untersuchten Nahrungsergänzungspulver – AG1 Athletic Greens, Doc Weingart Reset und Primal Greens von Primal Harvest – mit den entsprechenden NRV-Referenzwerten vergleichen, um Aufschluss darüber zu geben, wie diese Produkte zu den empfohlenen Nährstoffmengen stehen und wie sie dazu beitragen können, die Ernährungsbedürfnisse zu decken.

Das Ergebnis:

  • AG1: Das AG1-Pulver hat teilweise extrem hohe Werte an vorhandenen Vitaminen und Mineralstoffen, weit über 100 Prozent. Beispiele sind Vitamin E (558 %), Vitamin B1 (273 %), Vitamin B6 (214 %), Biotin (660 %) und Vitamin B12 (880 %). Wohingegen das wichtige Vitamin D3 und Magnesium in dem Pulver fehlen.
  • Doc Weingart: Das Reset von Doc Weingart richtet sich mit den Vitaminen und Mineralstoffen überwiegend an den Referenzwerten. Beispiele sind Vitamin A (103 %), Vitamin C (125 %), Vitamin B1 (101 %). Es fehlen Phosphor, Kupfer und Kalium; Folsäure ist mit 450 % der Referenzmenge vertreten.
  • Primal Greens: Die meisten Vitamine und Mineralstoffe sind aufgeführt, allerdings in extrem niedrigen Mengen: Vitamin E (2 %), Vitamin B1 (1 %), Folsäure (6 %), Vitamin D3 (20 %). Beim Vitamin B12 sind es immerhin 40 Prozent.
Spinnendiagramm Nahrungsergänzungsmittel

© DEUTSCHLAND TEST

Nahrungsergänzungsmittel: Preis

Der Test vergleicht den Preis Pro Anwendung im Einzelkauf, da das die empfohlenen Mengenangaben der Hersteller sind. Da sich die Preise im Abo aber erheblich unterscheiden, zeigt die Tabelle die unterschiedlichen Preisvarianten:

Preisliste Nahrungsergänzungsmittel

© DEUTSCHLAND TEST

Vergleicht man den Preis pro Anwendung im Einzelkauf, inklusive Versand – liegt er beim AG 1 bei 3,57 EUR, das Doc kostet 2,74 EUR und das Primal Harvest bei 1,80 EUR. Preissieger wäre damit das dritte Produkt – berücksichtigt man allerdings die geringeren Mengen an Vitaminen und Mineralstoffen wie z.B. beim Primal Harvest relativiert sich der günstige Preis. Das Preis-Fazit: Zwar ist Primal Harvest das vermeintlich günstigere Produkt – aber AG1 schlägt den Preis, weil die Menge an allen Inhaltsstoffen um ein Vielfaches höher ist.

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Nahrungsergänzungsmittel: Geschmack

Geschmacklich ähneln sich die beiden grünen Produkte von AG1 und Primal Harvest. Sie schmecken sehr gesund, wobei das Primal Greens am süßesten schmeckt. Das Reset von Doc Weingart hingegen hat eine leichte Maracuja-Note und schmeckt eher neutral, nicht sonderlich süß. Überraschenderweise unterscheiden sich die drei Getränke hinsichtlich ihres Nährstoffgehalts. So hat das AG1 am meisten Kalorien (417 kcal) im Vergleich zu, Doc Weingart (352 kcal) und dem Primal Greens (253 kcal) auf 100 Gramm Pulver. Am meisten Zucker hat jedoch das Reset von Doc Weingart mit 17,4 Gramm, während das Primal Greens nur 2,54 Gramm Zucker enthält.

Allerdings muss man berücksichtigen, dass sich die Mengen auf 100 Gramm beziehen und somit die Tagesdosis teilweise nur ein Zehntel (Primal Greens) oder ein Fünftel (Doc Weingart) ausmachen. 

Nährwertinformationen von drei Nahrungsergänzungsmitteln

© DEUTSCHLAND TEST

Vitamine und Mineralstoffe: Was bewirken sie im Körper?

  Immun-
system
Energie-
stoffwechsel
Schutz vor
oxidativen Stress
Geistige
Leistung
Knochen-
erhalt
Herz-
funktion
Vitamin A          
Vitamin C ✅  ✅  ✅    ✅   
Vitamin B1 (Thiamin)   ✅        ✅ 
Vitamin B2 (Ribloflavin)   ✅  ✅  ✅     
Vitamin B3 (Niacin)   ✅    ✅     
Vitamin B6 ✅  ✅    ✅     
Folsäure (B9) ✅      ✅     
Vitamin B12 ✅  ✅    ✅     
Biotin   ✅         
Pantothensäure   ✅    ✅     
Phosphor         ✅   
Zink ✅    ✅  ✅  ✅   
Selen ✅    ✅       
Kupfer ✅  ✅  ✅       
Kalium     ✅  ✅    ✅ 
Vitamin K1         ✅   
Vitamin D3         ✅   
Mangan         ✅   
Magnesium   ✅      ✅  ✅ 
Eisen   ✅         
Astaxanthin ✅      ✅    ✅ 
  Nägel,
Haut & Haare
Blutzucker-
spiegel
Regulierung
Hormone
Muskel-
funktion
Wasser-
haushalt
Vitamin B6     ✅     
Biotin ✅         
Pantothensäure     ✅     
Zink ✅    ✅     
Selen ✅    ✅     
Chrom   ✅       
Kalium       ✅  ✅ 
Vitamin D3     ✅     
Vitamine und Mineralstoffe in Lebensmitteln

© elenabs/istockphoto

Welche Vitamine und Mineralstoffe sind wo enthalten?

Vitamin / Mineralstoff In welchen Lebensmitteln enthalten? 
Vitamin A Mohrrüben, Kürbis, rote Paprika, Grünkohl, Spinat, Feldsalat sowie Leber(wurst), Eier und Milchprodukte
Vitamin C Gemüsepaprika, Schwarze Johannisbeeren, Sanddorn, Petersilie, Grünkohl, Brokkoli, Fenchel, Zitrusfrüchte, Hagebutten oder Gartenkresse
Vitamin E Weizenkeimöl, Rapsöl, Sonnenblumenöl, Maiskeimöl und Sojaöl, Nüsse, Obst, Gemüse und Brot
Vitamin B1 (Thiamin) Fleisch (insbesondere Schwein), Vollkornprodukte, Haferflocken, Weizenkeime, Sonnenblumenkerne, Erdnüsse, Pinienkerne sowie einige Hülsenfrüchte wie Erbsen oder Mungobohnen
Vitamin B2 (Ribloflavin) Milch und Milchprodukte, Vollkornprodukte, Fleisch sowie Fisch
Vitamin B3 (Niacin) Sardellen, Mungobohnen, Erdnüsse sowie Innereien, Thunfisch, Lachs und Makrele, mageres Rind-, Kalb- und Schweinefleisch sowie Geflügel; außerdem Pilze, Milch, Eier, Brot, Backwaren und Kartoffeln
Vitamin B6 Lachs, Walnüsse, Rinderleber, Avocado, Hühnerfleisch, Hering, mageres Schweinefleisch und Kartoffeln
Folsäure (B9) grünes Gemüse, insbesondere Blattgemüse wie Spinat und Salate, Tomaten, Hülsenfrüchte, Nüsse, Orangen, Sprossen, Weizenkeime und Vollkornprodukte sowie Kartoffeln, Leber und Eier
Vitamin B12 Blattgemüse wie Spinat oder Salat, Tomaten und Gurken, Vergorenes Gemüse wie Sauerkraut, Getreide (alle Sorten), Fleisch (alle Sorten), besonders Innereien und Leber, Fisch (frisch, tiefgekühlt und in Konserven), Milch und Käse
Biotin Leber, Eigelb, Haferflocken, Weizenkeimen, Nüssen, Champignons und Sojabohnen. Aber auch Tomaten, Spinat, Kartoffeln, Fisch und Getreide
Pantothensäure Leber, Muskelfleisch, Fisch, Milch, Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte wie reife Erbsen
Phosphor Hülsenfrüchte, Nüsse, Samen und Fleisch
Zink Fleisch, Milchprodukte und Fisch, aber auch Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte und Nüsse
Selen Hülsenfrüchte, Spargel, Brokkoli, Pilze, Weißkohl, Knoblauch, Zwiebeln und Paranüsse
Kupfer Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Sonnenblumenkerne, Kakaoerzeugnisse sowie Innereien
Chrom Milch- und Milchprodukten, Früchten z.B. Erdbeeren, Gemüsesorten wie Tomaten, Honig, Schokolade, Fleisch und Fleischprodukte, Fette, Öle, Backwaren, Cerealien, Fisch, Hülsenfrüchte und Gewürzen
Kalium Nüsse, Gemüse, Kartoffeln, Bananen und Vollkornprodukte
Bifidobacterium bifidum Joghurt, Milch, Dickmilch, Buttermilch, Käse, Kefir, Fermentiertes Gemüse wie Sauerkraut, Miso (Soja), Kimchi (Kohl), saure Gurken, Topinambur, Fermentierte Getränke wie Kombucha.
Lactobacillus acidophilus Milch, Getreide, Fleisch und Fisch
Vitamin K1 grünes Gemüse wie Spinat oder Brokkoli und teilweise auch in Früchten
Vitamin D3 Sehr geringer Teil in der Nahrung: fetthaltige Fischsorten, aber auch über Pilze, Hühnereier, Avocado und Käse
Mangan (Vollkorn-)Getreideprodukte wie Brot, Weizenkeime, Haferflocken, Hirse oder Reis, aber auch Hülsenfrüchte, Leinsamen und Nüsse sowie grünes Blattgemüse und dunkle Beeren (Heidelbeeren, Aronia-Beeren) oder Trockenpflaumen
Molibdän Getreide: Buchweizen, Hafer und Vollkornmehle von Roggen und Weizen, Hülsenfrüchte: Sojabohnen, grüne Erbsen, Gemüse: Rotkohl, Knoblauch, Spinat, Schnittbohnen und Zwiebeln.
Magnesium Kerne und Samen wie Mandeln, Sonnenblumen- und Kürbiskerne sowie Leinsamen und Sesam
Jod Meeresfische und Meeresfrüchte, Seetang sowie Mineralwässer
Eisen Rotes Muskelfleisch oder Leber. Gute pflanzliche Eisenlieferanten sind: Hülsenfrüchte wie Linsen oder Sojabohnen; Nüsse und Samen wie Pistazien oder Sonnenblumenkerne; Gemüse und Kräuter wie Brunnenkresse, Petersilie, Zwiebeln
Astaxanthin Algen, Hefe, Meeresfrüchte und Fische
Kalzium Kuhmilch, Joghurt, Käse wie Gouda und Emmentaler, grünes Gemüse wie Blattspinat und Brokkoli sowie kalziumreiches Mineralwasser 

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Fazit: Favoriten und Tipps

Fazit:

Testsieger der Redaktion ist das Reset von Doc Weingart, weil das Pulver Inhaltsstoffe hat, die beispielsweise das AG1 nicht hat bzw. das Primal Greens nur in ganz geringen Mengen. Zu nennen ist hier etwa Magnesium, das man vor allem als Sportler benötigt oder Vitamin D, welches nur schwer über die Nahrung aufgenommen werden kann. Außerdem ist die Handhabung leichter, da sich die Mengen an den Referenzwerten orientieren und somit keine Gefahr der Überdosierung besteht. Der Geschmack ist angenehm und nicht zu süß, der Preis ist im mittleren Bereich und okay. Bestellt man das Produkt im Abo, ist es nur geringfügig günstiger, da bei jeder Zusendung Versandkosten anfallen. Minuspunkte gibt es lediglich bei den Nährwerten: Das Pulver hat von allen Dreien am meisten Zucker - fast siebenmal so viel, wie das Primal Greens.

An zweiter Stelle steht das AG1 von Athletic Greens, weil das Pulver hohe Mengen an wichtigen Vitaminen und Nährstoffen hat. Es ist zwar auch mit Abstand das teuerste Produkt, aber die Mengen lassen sich einfach herunterdosieren, indem man nur die Hälfte der empfohlenen Tagesration zu sich nimmt und / oder nicht jeden Tag das Pulver einnimmt. Im Langzeittest performte das AG 1 ebenfalls sehr gut: Die Testperson hatte Gefühl, dass es besonders hilft gegen Schlappheit (bei zu viel Alkoholkonsum oder übermäßigem Sport) und gegen Haarausfall. Ein paar Abzüge gibt es beim Geschmack, er erinnert an einen Energy Drink und ist gut trinkbar. Weiterhin schlägt es mit 417 Kalorien pro 100 Gramm zu Buche, was mit Blick auf eine herunterdosierte Tagesration aber im Rahmen liegt.

Verlierer aus Redaktionssicht ist der Letztplatzierte Primal Greens von Primal Harvest, da er mit den geringen Mengen an Vitaminen und Mineralstoffen mit Abstand nicht an seine Konkurrenten herankommt. Da bringt auch der günstigste Preis nichts, da man die Tagesdosis des Präparats um ein Vielfaches erhöhen müsste. Geschmacklich war es der Testperson zu süß, was aber Geschmackssache ist. Mit wenig Zucker (2,54 Gramm) und am wenigsten Kalorien (253 kcal) schlägt es die anderen Produkte in puncto Nährwerte.   

Tipps bei der Nutzung von Nahrungsergänzungsmitteln:

  • Tipp #1: Man sollte sich vorher überlegen, was der eigene Körper besonders benötigt und welchen Bedarf der Lebensstil hervorruft: Bei viel Sport benötigt man mehr Magnesium? Wer Stress im Job hat, hat einen höheren Bedarf an Zink, Selen, Kupfer und Kalium. Ist die Ernährung vegan oder vegetarisch, sollte man sich informieren, welcher Mangel entstehen kann. Die Tabelle zeigt, welche Vitamine und Mineralstoffe für was gut sind und in welchen Lebensmitteln sie stecken. 
  • Tipp #2: Ein Nahrungsergänzungsmittel ersetzt keine ausgewogene Ernährung und man muss es auch nicht jeden Tag nehmen! Aber in Zeiten, in denen der Körper aufgrund der oben genannten Umstände im Notfallmodus ist, lässt sich mit Nahrungsergänzung nachhelfen. Wichtig ist dann, ganz individuell nach den eigenen Bedürfnissen zu dosieren.

Hinweis der Redaktion: Im Sinne einer besseren Lesbarkeit unserer Artikel verwenden wir kontextbezogen jeweils die männliche oder die weibliche Form. Sprache ist nicht neutral, nicht universal und nicht objektiv. Das ist uns bewusst. Die verkürzte Sprachform hat also ausschließlich redaktionelle Gründe und beinhaltet keine Wertung. Jede Person – unabhängig vom Geschlecht – darf und soll sich gleichermaßen angesprochen fühlen.

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