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Kühlschrank Temperatur richtig einstellen: ein Ratgeber

Kühlschränke gehören zur Standardausstattung jeder Küche und werfen trotzdem so manche Frage auf. Erfahren Sie alles über das praktische Küchengerät und vor allem: Wie stelle ich die Kühlschranktemperatur richtig ein?

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Inhaltsverzeichnis
Kühlschrank

© pixel shot/ shutterstock

Ein gut funktionierender Kühlschrank ist das Herzstück jeder Küche: Laut Statistischem Bundesamt besaß 2023 jeder deutsche Haushalt mindestens einen Kühlschrank. Einen Gefrierschrank besaßen 49 Prozent der Haushalte. Der Kühlschrank hält unsere Lebensmittel frisch und sorgt damit für weniger Lebensmittelverschwendung. Doch welche Temperatur ist eigentlich die richtige? In welcher Kühlschrankzone sollte was gelagert werden? Und wie reinigt man einen Kühlschrank am besten? Hier kommen die Antworten.

Welche Temperatur sollte ein Kühlschrank haben?

Die niedrige Temperatur im Kühlschrank hält unsere Lebensmittel frisch. Aber gilt deshalb auch ‚je kälter, desto besser?‘ Nein! Tatsächlich haben viele Menschen ihren Kühlschrank deutlich zu kalt eingestellt und zahlen deshalb unnötig höhere Stromkosten. Doch wie kalt muss ein Kühlschrank sein? Laut Verbraucherzentrale und Kühlschrankherstellern liegt die optimale Kühlschranktemperatur bei maximal sieben Grad Celsius, passend seien fünf bis sieben Grad Celsius. Diese Temperatur wird in der Mitte des Kühlschranks gemessen. Achtung: Ist der Kühlschrank zu voll, steigt die Temperatur. Wer ganz sichergehen will, misst mit einem Thermometer nach. Die ideale Temperatur für Kühltruhen und Gefrierschränke liegt bei -18 Grad Celsius. Bleibt noch eine Frage: Wie lange braucht ein Kühlschrank, um auf Temperatur zu kommen? Bis ein neuer Kühlschrank kühlt und man die finale Temperatur einstellen kann, kann es zwölf bis 24 Stunden dauern.

Temperaturzonen im Kühlschrank: Was gehört im Kühlschrank wohin?

Ein Kühlschrank besteht aus unterschiedlichen Kältezonen, die jeweils optimal für unterschiedliche Arten von Lebensmitteln sind. Wer es genau wissen will, schaut in die Gebrauchsanleitung des jeweiligen Kühlgeräts. Pauschal lassen sich die unterschiedlichen Temperaturzonen im Kühlschrank laut Verbraucherzentrale so einteilen:

  • Gefrierfach: Bei Kühlschränken mit Gefrierfach sollte die Temperatur des Gefrierfachs -18 Grad Celsius betragen. Hier werden eingefrorene Lebensmittel aufbewahrt.
  • Oberes Fach: Bei etwa sieben Grad Celsius sind hier Käse, Geräuchertes und zubereitete Speisen optimal aufbewahrt.
  • Mittleres Fach: Bei circa fünf Grad Celsius fühlen sich Milchprodukte wie Joghurt, Sahne oder Frischkäse wohl.
  • Unteres Fach: Die kälteste Stelle im Kühlschrank befindet sich auf der Glasplatte. Leicht verderbliche Lebensmittel wie Fleisch und Fisch werden hier bei circa zwei Grad Celsius aufbewahrt.
  • Obst- und Gemüsefächer: Wie der Name schon sagt, ist diese Temperaturzone mit etwa neun Grad Celsius für Obst und Gemüse gedacht.
  • Obere Tür: In der wärmsten Zone des Kühlschranks mit ungefähr elf Grad Celsius ist hier Platz für Eier, Butter oder Marmelade.
  • Mittlere Tür: Bei circa neun Grad Celsius gehören hier Mayonnaise, Ketchup und Senf hin.
  • Untere Tür: Saft und Getränke passen in dieses große Fach mit ebenfalls etwa neun Grad Celsius.

Wie stellt man die Temperatur beim Kühlschrank ein?

Auch hier ist jedes Gerät anders. Viele neue Modelle haben eine digitale Temperaturanzeige, auf der sich die Temperatur mit Regler, Pfeiltasten oder via Touch-Display einstellen lässt. Klassisch ist ein Drehregler. Die ideale Kühlschranktemperatur von fünf bis sieben Grad Celsius entspricht hier meistens der Stufe eins oder zwei. Je höher die eingestellte Stufe, desto kälter der Kühlschrank – und desto höher natürlich auch der Stromverbrauch. Wie man die Temperatur bei einer Kühl-Gefrier-Kombination einstellt, hängt vom Modell ab. Bei manchen Modellen kann beides separat eingestellt werden, bei anderen hängen beide Einstellungen zusammen – bei Fragen hilft ein Blick in die Bedienungsanleitung.

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Stromverbrauch Kühlschrank: Wie viel Strom verbraucht das Kühlgerät?

Der Backofen wird nur angestellt, wenn wir ihn benutzen wollen, das Gleiche gilt für Spülmaschine, Mikrowelle oder Kaffeeautomat – der Kühlschrank hingegen läuft rund um die Uhr, er ist einer der großen Stromfresser des Haushalts. Dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz zufolge verursachen Kühl- und Gefriergeräte elf Prozent des gesamten Haushaltsstromverbrauchs (Stand 2021). Zum Vergleich: Unterhaltungselektronik verursacht 28 Prozent, Licht 13 und Kochen neun Prozent. Wie viel Strom ein Kühlschrank im Jahr verbraucht, kommt auf das jeweilige Modell und dessen Größe, Funktion und Alter an. Grober Richtwert: Ein mittelgroßer Kühlschrank ohne Gefrierfach der Energieeffizienzklasse A verbraucht etwa 100 bis 120 Kilowattstunden Strom pro Jahr. Ältere Geräte verbrauchen deutlich mehr.

Stromsparen: Tipps für den Kühlschrank

Es gibt verschiedene Faktoren, die den Stromverbrauch beeinflussen können und entsprechende Tipps, um bei Kühlgeräten Strom zu sparen. Zum Beispiel diese sechs:

  1. Temperatur: Laut dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz haben viele Deutsche ihren Kühlschrank auf eine unnötig niedrige Temperatur gestellt. Und das zeigt sich auf der Stromrechnung: Ein Grad höher senke die Stromkosten um ganze sechs Prozent.
  2. Größe: Hat Ihr Kühlschrank die richtige Größe? Ist ein großer Kühlschrank dauerhaft nur zu einem Bruchteil gefüllt, ist es sparsamer, sich für ein kleineres Gerät zu entscheiden. Bei Kombi-Geräten spielt besonders das Volumen des Gefrierteils eine Rolle, je größer es ist, desto mehr Strom verbraucht das Gerät. Wer eine Kühltruhe oder einen Gefrierschrank hat, kann sich die Gefrierfunktion im Kühlschrank sparen.
  3. Ort: Ein Kühlschrank sollte keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein und möglichst nicht direkt neben Wärmequellen wie Ofen oder Heizkörpern stehen.
  4. Modell: Es steht ein Neukauf an? Achten Sie auf das EU-Energielabel. Die sparsamsten Kühlgeräte und spezielle Energiespar-Kühlschränke befinden sich in den Energielabel-Klassen A oder B.
  5. Nutzung: Wie effizient Sie Ihren Kühlschrank nutzen, haben Sie selbst in der Hand. So sollte er beispielsweise immer nur so kurz wie möglich geöffnet werden, damit nicht zu viel warme Luft in das Gerät gelangt. Das Umweltbundesamt weist darauf hin, dass der Reif von Lebensmitteln Energie verbraucht, weshalb man Lebensmittel gut verpacken solle.
  6. Abtauen: Kühlschränke mit Gefrierfunktion oder Gefrierschränke neigen zur Bildung von Eisschichten. Diese Eisschichten sind echte Stromfresser, weshalb man seinen Gefrierschrank etwa einmal im Jahr, spätestens aber bei einer Eisschicht abtauen sollte. Mittlerweile gibt es neue Geräte mit eisfreien Gefrierfächern, die kein Abtauen mehr erfordern.
  7. Einräumen: Bereits heruntergekühlte Produkte kühlen andere passiv mit, deshalb arbeitet ein voller (aber nicht überfüllter) Kühlschrank effizienter als ein leerer. Eine durchdachte Kühlschrankordnung hilft dabei, die Kühlschranktür nicht unnötig lang zu öffnen und keine Lebensmittel zu verschwenden. Beim Einräumen des Kühlschranks kann man zum Beispiel darauf achten, dass geöffnete Lebensmittel und welche mit kürzerem Mindesthaltbarkeitsdatum vorne stehen.

Wasser im Kühlschrank: Was tun?

Eines der häufigsten Probleme, die bei der Nutzung von Kühlschränken entstehen, ist die Bildung von Wasser im Kühlschrank. Hier sollte man nicht sofort in Panik verfallen: Eine gewisse Menge an Wasser oder Feuchtigkeit im Kühlschrank ist völlig normal. Dabei handelt es sich um Kondenswasser. Denn warme Luft, die beim Öffnen der Kühlschranktür in das Gerät strömt, kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte. Kühlt diese Luft im Kühlschrank ab, entsteht Kondenswasser. Auch, wenn warme Gerichte im Kühlschrank abkühlen, entsteht vermehrt Kondenswasser, weshalb man warme Speisen vorm Kühlen auf Zimmertemperatur herunterkühlen lassen sollte. Wenn Produkte direkt an der Kühlschrankwand stehen, bildet sich ebenfalls Tauwasser – lieber etwas Abstand lassen. Entsteht auffällig viel Flüssigkeit im Kühlschrank, zum Beispiel ganz unten am Boden unter den Obst- und Gemüsefächern, sollte man den Ablauf und die Rinne überprüfen. Oft sind diese durch Speiserückstände oder Verpackungsreste verstopft und das Problem ist im Handumdrehen gelöst. Das nötige Werkzeug, nämlich ein kleines Putzgerät, ist meistens beim Kühlschrank dabei. Auch ein Wattestäbchen oder ein Zahnstocher kann hilfreich sein. Manchmal liegt das Problem auch an einer undichten Türdichtung, durch die zu viel warme Luft ins Innere gelangt.

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Kühlschrank richtig reinigen

Trotz niedriger Temperaturen ist der Kühlschrank ein beliebter Ort für Keime, weshalb er alle vier bis sechs Wochen gereinigt werden sollte. Für eine besonders sorgfältige Reinigung sollte man alle Lebensmittel ausräumen und den Strom abschalten, damit man alle Böden herausnehmen und putzen kann. Abtrocknen danach nicht vergessen, damit keine unnötige Feuchtigkeit in den Kühlschrank gelangt. Womit sollte man seinen Kühlschrank reinigen? Als Reinigungsmittel eignet sich ganz normales Spülmittel, scharfe Desinfektionsmittel sind nicht notwendig. Auch die Ablaufrinne und schwer zugängliche Bereiche, wie die Ecken der Türfächer, sollten nicht vergessen werden. Die Dichtungen sollten ebenfalls gründlich gereinigt werden, hier genügt Wasser oder ein feuchtes Wattestäbchen. Bei der Dichtung kein Spülmittel oder andere Reiniger benutzen, da durch diese das Material porös werden kann. Sollte sich trotz guter Pflege einmal Schimmel im Kühlschrank gebildet haben, entfernt man diesen am besten mit einer Mischung aus Essigessenz und Wasser. In diesem Fall sollte man auch den gesamten Kühlschrank reinigen, da Schimmel nicht immer zu sehen ist. Für ganz hartnäckige Fälle gibt es spezielle Schimmelreiniger.

Hinweis der Redaktion: Im Sinne einer besseren Lesbarkeit unserer Artikel verwenden wir kontextbezogen jeweils die männliche oder die weibliche Form. Sprache ist nicht neutral, nicht universal und nicht objektiv. Das ist uns bewusst. Die verkürzte Sprachform hat also ausschließlich redaktionelle Gründe und beinhaltet keine Wertung. Jede Person – unabhängig vom Geschlecht – darf und soll sich gleichermaßen angesprochen fühlen.

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