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Beste private Krankenversicherungen im Vergleich

Gesundheitsvorsorge ist das A und O. Welche private Krankenversicherungen sind im Vergleich die besten in Deutschland? Und welche PKV eignet sich für Beamte, Selbstständige oder Angestellte?

Inhaltsverzeichnis
Stethoskop und Herzen

© Shutterstock

Eine gute Krankenversicherung ist der Schlüssel zu einer optimalen Gesundheitsvorsorge und private Krankenversicherungen (PKV) bieten oft höherwertige und obendrein frei wählbare Leistungen. Aber ein Wechsel in die private Krankenversicherung sollte gut überlegt sein: Zwar sind Umfang und Leistungen des Schutzes für den Versicherten in der PKV frei wählbar, doch für manche Personen- und Berufsgruppen lohnt sich der Eintritt mehr als für andere. Welche die beste PKV in Deutschland ist und worauf Sie bei der Wahl des Anbieters achten müssen, zeigt eine Analyse von DEUTSCHLAND TEST und dem Wirtschaftsmagazin Focus-Money. Hier kommen die Top Ten unter den privaten Krankenversicherungen.

PKV im Test: die besten privaten Krankenversicherungen Deutschlands

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Methodik

Im Test der privaten Krankenversicherung (PKV) wurde der Tarif, genauer gesagt eine Tarifkombination für den günstigeren Grundschutz, den Standardschutz und den leistungsstarken Premiumschutz untersucht. Hinzu kommen noch Tarife, die nur für Beamte zugänglich sind. Dazu hat das Deutsche Finanz-Service Institut (DFSI) im Auftrag von DEUTSCHLAND TEST und FOCUS-MONEY zunächst jeweils das Kleingedruckte der Versicherer bewertet. In dieser Leistungsanalyse geht es in 13 Teilbereichen etwa um

  • ambulante und stationäre Leistungen bei Krankenhausaufenthalt,
  • Auslandskrankenschutz,
  • Zahnbehandlung und Zahnersatz,
  • Psychotherapie und
  • Vorsorge/Prävention.

Die Ergebnisse dieser Teilbereiche fließen, je nach Bedeutung gewichtet, in die Leistungsnote ein.

Daneben wurden die Beiträge für einen 30-jährigen, 35-jährigen und einen 40-jährigen Angestellten berechnet und zu jeweils 50 Prozent mit der Prämien-Note bewertet. Bei den Beamtentarifen wurden die Prämien mit einem Beihilfesatz 50 Prozent und 70 Prozent bewertet. Diese Bereiche machen zusammen ein Drittel des Gesamturteils aus. Hinzu kommen mit je einem Drittel noch die Bonitätsbewertung durch renommierte Rating-Agenturen nach dem FOCUS-MONEY-Schema (FOCUS-MONEY 15/2021) und die Ergebnisse des DFSI-Tests Gesundheitsservices (FOCUS-MONEY 43/2021). Das Urteil aller Tarife ergab zusammen das Gesamturteil (Schulnotenprinzip).

Unter den Top-Zehn-Anbietern in der Gesamtwertung konnten drei die Gesamtnote »Exzellent« erzielen; die beste private Krankenversicherung bietet demnach die Allianz mit einer positiven Gesamtwertung von 92,4 Prozent. Zu den besten PKV gehören auch die der DKV (91,7 %) und AXA (90,9 %) Versicherungsgesellschaft. Als hervorragend wurde der Versicherungsschutz von Debeka (87,1 %), HanseMerkur (85,0 %) und Barmenia (80,5 %) befunden.

Was kostet eine private Krankenversicherung?

Der größte Unterschied zwischen der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung ist: In der privaten Krankenversicherung entscheidet der Versicherte selbst, wie umfangreich die Absicherung ausfallen soll. Bei den Kosten der PKV gilt in der Regel: Je größer und breiter der Schutz, desto höher sind auch die Beiträge. Während der Grundschutz bei den meisten Versicherungsanbietern zwischen 300 und 500 Euro im Monat und der Standardschutz zwischen 500 und 700 Euro im Monat liegt, können privat Versicherte mit Premiumschutz Kosten zwischen 600 und 800 Euro im Monat rechnen, und zwar unabhängig des Einkommens.

Wer gut verdient, kann mit einer PKV folglich Kosten sparen; denn anders als bei der gesetzlichen KV werden die Kosten der privaten Krankenversicherung anhand der versicherten Leistungen, dem Eintrittsalter und dem Gesundheitszustand bei Eintritt bemessen. Liegen etwa chronische Erkrankungen vor, kann die PKV einen Risikozuschlag verlangen. Der Tarifvergleich von DEUTSCHLAND TEST wurde für einen 30-jährigen Musterkunden erstellt. Wer überlegt, in eine PKV zu wechseln, muss sich auch darüber im Klaren sein, dass die Beitragszahlung dynamisch angepasst wird, da mit steigendem Alter auch mit steigenden Kosten für die Gesundheitsversorgung zu rechnen ist.

Des Weiteren besteht die Möglichkeit, einen Versicherungsschutz mit Selbstbehalt zu wählen. Bei dieser Variante beteiligen sich Versicherte an den Kosten ihrer Behandlungen – entweder pauschal oder nur in bestimmten Leistungsbereichen – und können dadurch einen niedrigeren Beitrag in Anspruch nehmen. Die Höhe der Selbstbeteiligung kann der Versicherungsnehmer selbst wählen. Die Höhe des möglichen Selbstbehalts wird vom Gesetzgeber über das Versicherungsvertragsgesetz auf maximal 5.000 Euro je Versicherungsjahr begrenzt.

Und dann gibt es noch die Möglichkeit der Beitragsrückerstattung: Hierbei werden Jahre, in denen der Versicherte keine Leistungen in Anspruch genommen hat, nachträglich gutgeschrieben. Je nachdem, was mit der PKV vereinbart ist, kann die Höhe der rückerstatteten Beträge einige Hundert Euro betragen.

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Was deckt die private Krankenversicherung ab?

Grundschutz

Wer die private Krankenversicherung wählt, entscheidet selbst, wie gut seine Absicherung ausfällt. Allerdings bietet auch der Grundschutz der PKV schon mehr Leistungen als die Basistarife der meisten gesetzlichen Versicherungen: So müssen etwa bei Zahnbehandlungen mindestens 80 Prozent der Kosten übernommen werden und Patienten haben bei einem Krankenhausaufenthalt freie Auswahl, wo sie behandelt werden möchten. Wer privat versichert ist, hat außerdem hervorragenden Zugang zu innovativer medizinischer Versorgung, da die PKV neue Medikamente und Behandlungen verhältnismäßig früh erstatten. Im Tarifvergleich konnten AXA und Allianz die besten Noten (jeweils „Exzellent“) hinsichtlich des Grundschutzes erzielen.

Standardschutz

Nicht jeder Privatpatient will gleich den kompletten Rundumschutz oder kann sich diesen leisten. Um den bestmöglichen Schutz für sich zu finden, gibt es aber ein paar Dinge, worauf man bei der privaten Krankenversicherung achten sollte, nämlich: Welche Extraleistungen bezahlt werden und welche nicht. Wenn die Leistungen der PKV vor allem leistungsstark und umfangreich sein sollen, führt jedoch kein Weg an einem Premiumschutz vorbei.

Premiumschutz

Zu den Vorteilen von Premiumtarifen zählt neben einer besonders breiten Abdeckung, ein lebenslanger Verlass auf die zugesagten Leistungen und die unmittelbare Teilhabe am medizinisch-technischen Fortschritt. Das Ergebnis des Vergleichs: Nahezu alle Anbieter haben Top-Tarife im Repertoire, die wenig bis nichts zu wünschen übrig lassen; am besten schneiden jedoch die DKV, Allianz und AXA ab.

Service

Zu guter Letzt hat der Test die Dienstleistungen der einzelnen Anbieter rund um die eigentliche Versicherung miteinander verglichen. Darunter:

  • Kundenservice,
  • Versorgungsmanagement,
  • Familienservice,
  • Präventionsangebote,
  • und Auslandskrankenschutz.

Erneut lagen im Vergleich die Allianz, AXA und DKV vorn (alle drei erhielten die Gesamtnote »Exzellent«). Kunden sollten vor Abschluss neben dem Tarif deshalb auch die Serviceleistungen miteinander vergleichen.

Ab wann lohnt sich eine private Krankenversicherung und für wen?

Für Beamte wie Lehrer oder Polizisten lohnt sich eine PKV übrigens besonders, denn sie zählen zu denjenigen Berufsgruppen, für die private Krankenkassen spezielle Tarife anbieten. Die besten Beamtentarife bieten laut DEUTSCHLAND TEST die Allianz (93,87 %), AXA (93,09 %) und DKV (92,44 %). Neben dem Beamtentarif gibt es auch für Ärzte und Studenten preiswerte Möglichkeiten, die Gesundheit abzusichern und dennoch nicht auf ein hohes Leistungsniveau verzichten zu müssen. Dabei ist von einem guten Standardschutz über einen Komfort- bis zum Premiumschutz alles möglich.

Damit es sich für Angestellte lohnt, sich privat zu versichern, müssen diese überdurchschnittlich gut verdienen: Ihr Jahresgehalt muss über der sogenannten Versicherungspflichtgrenze – auch Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) genannt – liegen, die im Jahr 2022 bei einem Brutto-Jahresgehalt von 64.350 Euro liegt. Wer sich selbstständig macht, ist hingegen mit einer PKV meist besser bedient. Da Selbstständige keinen Zuschuss vom Arbeitgeber erhalten, müssen sie in der gesetzlichen Krankenversicherung den Beitragssatz von 14,0 Prozent nämlich selbst zahlen und das kann teuer werden, besonders dann, wenn man gut verdient. Beiträge für eine private Krankenversicherung sind zudem steuerlich absetzbar, zumindest anteilig, denn sie gelten als Vorsorgeaufwendung. Und: Das gilt nicht nur für die eigenen Versicherungskosten, sondern auch für die des privat versicherten Ehepartners und der Kinder.

Eine Altersgrenze für eine PKV gibt es weder nach unten, noch nach oben. Also:  ab wann sollte man in die private Krankenversicherung wechseln? Generell gilt: Eine PKV sollte man möglichst früh abschließen, eben deshalb, weil jüngere Menschen statistisch gesehen über eine bessere Gesundheit verfügen und somit bei Eintritt in die PKV keine Risikozuschläge wegen Vorerkrankungen zahlen. Hinzu kommt, dass in der PKV zu Beginn die höheren Versorgungskosten im Alter im Beitrag abgefangen werden, damit die Prämien für Rentner nicht mehr weiter erhöht werden, sondern im Alter stabil bleiben; man spricht von einer Altersrückstellung. Idealerweise sollte der Wechsel in eine PKV daher bis zu einem Alter von etwa 45 Jahren erfolgen.

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Wechsel von der privaten in die gesetzliche Krankenversicherung

Insbesondere ältere Privatpatienten befürchten oft, dass sie die Beiträge im Alter nicht mehr leisten können. Ein Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) ist jedoch nicht in jedem Alter und nicht in jeder Lebenssituation möglich, weshalb der Eintritt in eine PKV gut überlegt sein will. Grundsätzlich ist ein Wechsel in eine gesetzliche Krankenversicherung in den folgenden Fällen möglich, sofern einige Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Wenn man Arbeitslosengeld I bezieht und unter 55 Jahre alt ist
  • Wenn man angestellt und unter 55 Jahre alt ist, und zudem ein Bruttoeinkommen von weniger als 64.350 Euro jährlich hat. Wer bereits am 31. Dezember 2002 als Arbeitnehmer privat versichert war, für den gilt eine niedrigere Grenze von derzeit 58.050 Euro.
  • Wenn der Ehepartner oder der eingetragene Lebenspartner gesetzlich versichert ist, kann man über die Kasse des Partners Mitglied werden – zumindest, solange man selbst nicht viel verdient. Für diesen Fall gilt keine Altersgrenze.
  • Wer seine Selbstständigkeit aufgibt, um eine Festanstellung aufzunehmen

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