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Die besten Foto-Handys

Smartphone statt Digitalkamera? Selbst ambitionierte Fotografen lassen die Foto-Ausrüstung mittlerweile zu Hause stehen und setzen auf die Kamera-App von iOS oder Android. Wir haben fünf Modelle in unserer Smartphone-Bestenliste fokussiert, die für anspruchsvolle Fotografen besonders gut geeignet sind.

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Mit dem Smartphone fotografieren

© franckreporter/istock photo

Tatsächlich überzeugt die aktuelle Generation an Smartphones mit fantastischer Bild- und Videoqualität sowie erstaunlicher Ausstattung: Echte Kameralinsen für Makro und Weitwinkel statt Digitalzoom, Bildstabilisatoren und jede Menge raffinierter Zusatzfunktionen sind auf Profi-Niveau. Eines haben die fünf hier vorgestellten Smartphones für Foto-Enthusiasten gemeinsam: Wirkliche Schnäppchen sind sie nicht. Wenn es nur um die nüchterne Betrachtung der Kameratechnik und des Displays geht, bleiben die Apple iPhones tatsächlich außen vor, wenn auch nur haarscharf.

In Zusammenarbeit mit CHIP präsentiert DEUTSCHLAND TEST eine Bestenliste zu allen wichtigen Smartphones. Hier präsentieren wir die besten Foto-Smartphones.

Siegel: beste Foto-Handys
Samsung Galaxy S21 Ultra 5G

© BestCheck

Videodreh mit Spaßfaktor

Praktisch für Profis: Auf Wunsch werden alle Bilder im RAW-Format gespeichert, was deutlich mehr Flexibilität bei der Nachbearbeitung eröffnet. Die 108 Megapixel des Bildsensors sind eher Marketing-Gag denn in der Praxis wirklich nützlich – die Bildergebnisse sind vor allem bei Tageslicht exzellent, aber im Vergleich zu anderen Handys der Preisklasse mit deutlich weniger Megapixel nicht überragend besser. Das im Test sehr gut (1,2) bewertete OLED-Display mit 6,8 Zoll (ca. 17 cm) bringt volle Unterstützung für gängige Farbstandards, kann HDR und überzeugt mit einem hervorragenden Kontrastverhältnis.

Beim Thema Video dreht das Galaxy S21 voll auf: Gleichzeitige Aufnahme mit Front- und Rückkamera, eine Regieansicht zwischen den verschiedenen Zoom-Linsen und Perspektive während der Aufnahme sowie eine KI, die die besten Szenen auswählt – so macht der Videodreh Spaß. Das gilt auch für die Auflösung, denn hier sind bis zu 8K-Filme machbar. Wer Abstriche bei der Akkuleistung machen kann, erhält mit dem Samsung Galaxy S20 Ultra 5G übrigens ein fast gleichwertiges Smartphone, allerdings zu deutlich günstigeren Konditionen.

Xiaomi Mi 11

© BestCheck

Kristallklare Sicht

Rein physikalisch bekommt damit jeder Pixel weniger Licht und Information ab. Auch deswegen haben übrigens Systemkameras und Spiegelreflexkameras nach wie vor ihre Existenzberechtigung – deren Sensoren sind viel größer als in den integrierten Kameras der Smartphones. So entstehen auch mit deutlich weniger Auflösung brillantere Fotos. Trotzdem: Die Bildqualität des Xiaomi Mi 11 ist in allen Lichtsituationen sehr gut. Die 108 Megapixel führen allerdings nicht zwingend zu einem Mehrwert: Vergleichbare Smartphones mit deutlich weniger Megapixel liefern qualitativ identische Aufnahmen. Videos in normaler Geschwindigkeit werden in 4K aufgenommen, bei Zeitlupe mit 240 Bildern pro Sekunde regelt die Kamera auf eher schlechte 720p-Auflösung herunter.

Für ebenso kristallklare Sicht sorgt das 6,8 Zoll (ca. 17 cm) große OLED-Display mit hervorragendem Kontrastverhältnis und vollständigem Support des DCI-P3-Farbraums (Note 1,2). Dem gegenübersteht ein mittelmäßiger Akku (Note 2,2), der mit Schnellladefunktion aber nach immerhin 30 Minuten wieder zu 80 Prozent gefüllt ist. Insgesamt erhält man mit dem Xiaomi Mi 11 ein einwandfreies Fotohandy zu einem vergleichsweise günstigen Preis.

Frau hält Smartphone in der Hand

© iStock

Google Pixel 7 Pro

© BestCheck

Schwächen bei Dunkelheit

Konkret bedeutet dieser Modus, dass man bis auf wenige Zentimeter an das Motiv herangehen kann und damit eine Blüte, ein Insekt oder andere Details bildschirmfüllend und scharf einfängt. Und sollte es mal nicht ganz funktionieren, kann die neue Scharfzeichnen-Funktion Abhilfe schaffen. Störende Bildelemente werden mit dem „Magischen Radierer“ erstaunlich gut entfernt.

Wo es Licht gibt, gibt es auch Schatten: Während das Pixel 7 bei Tageslicht herausragend detailreiche Motive abliefert, schwächelt die Technik in dunklerer Umgebung und muss dort den Punktsieg an das iPhone 14 Pro Max abgeben. Beim 6,7 Zoll großen Bildschirm mit OLED-Technik (Note 1,0) brilliert das Pixel 7 wiederum: Es ist dank eines Kontrastverhältnisses von 168:1 auch bei hellem Sonnenlicht gut ablesbar und setzt auf einen erweiterten Farbraum für maximale Farbwiedergabe. Googles Smartphone ist natürlich voll in alle Google-Services integriert und läuft mit dem aktuellen 13er-Betriebssystem. Schön, dass zudem eine Update-Garantie von fünf Jahren mit dabei ist.

OnePlus 10 Pro 5G

© BestCheck

Überzeugende Bildqualität

Fotos werden mit 12 Megapixel aufgelöst, Videos sind sogar mit 8K-Auflösung machbar, bis 4K mit sehr flüssigen 60 Bildern pro Sekunde. Bei Zeitlupe wird auf Full HD reduziert, die Framerate der Bilder aber auf 240 Bilder pro Sekunde vervielfacht. Die Bildqualität überzeugte im Test auf ganzer Linie, wenngleich die integrierte Optimierung die Motive auf dem 6,7 Zoll großen OLED-Display (Note 1,2) fast ein wenig zu kontrastreich abbildet. Insgesamt sind die Aufnahmen aber in allen Lichtsituationen als „sehr gut“ zu bewerten. Eine Besonderheit des OnePlus 10 Pro besteht in der Möglichkeit, Fotos im RAW-Format abzuspeichern, was bei der Bildbearbeitung deutlich mehr Spielraum eröffnet.

Auf der Technik-Seite ist das OnePlus 10 Pro mit Android sowie einem ultraschnellen Prozessor und 12 Gigabyte Arbeitsspeicher und 256 Gigabyte Speicherplatz ausgestattet – allesamt Top-Werte, denen allerdings eine nur mäßige Akkulaufzeit entgegensteht (Note 1,5, Laufzeit rund 11 Stunden). Schade auch, dass das Gerät keinerlei offizielle IP-Zertifizierung vorweisen kann – zumindest ein Basisschutz gegen Staub oder Spritzwasser ist bei einem Smartphone dieser Preisklasse eigentlich Standard. Der Fotoausflug sollte also eher bei gutem Wetter und möglichst nur im Großstadt-Dschungel denn auf Safari erfolgen.

Huawei Mate Xs 2

© BestCheck

Tauglich für die Hosentasche

Insgesamt kann die Kamera sowohl bei Tageslicht als auch schwierigen Lichtverhältnissen überzeugen. Das gilt auch für das riesige, fast quadratische Display mit 7,8 Zoll (ca. 20 cm), das dank Klappmechanismus das Smartphone locker tauglich für die Hosentasche macht. Technisch basiert der Bildschirm auf OLED mit 120 Hz und sorgt mit 2.480 x 2.200 Pixel Auflösung für ein brillantes Bild, die Helligkeit ist ebenfalls mehr als ausreichend (Display-Note 1.2). Für die Betrachtung von Fotos ist das ungewöhnliche Format perfekt.

Weniger gefällt die schwache Akkuleistung (Note 4,3, Laufzeit ca. 5 Stunden), vor allem mit Blick auf den aufgerufenen Preis von fast 2.000 Euro, der – vorsichtig ausgedrückt – ambitioniert gestaltet ist. Dazu kommt einer der Gründe für die schlechte Platzierung in unserer Bestenliste: Huawei-Smartphones und damit auch das Mate Xs 2 sind mit einem eigenen Betriebssystem ausgestattet ist. Die App-Auswahl ist daher mager, und auf Google-Services muss man gänzlich verzichten. Wer das Huawei Mate Xs 2 hauptsächlich als hochwertigen Kameraersatz verwenden will, nur gängige Apps benötigt und Fotos gerne direkt am Smartphone zeigt, ist mit dem Gerät aber bestens bedient.

Hinweis der Redaktion: Im Sinne einer besseren Lesbarkeit unserer Artikel verwenden wir kontextbezogen jeweils die männliche oder die weibliche Form. Sprache ist nicht neutral, nicht universal und nicht objektiv. Das ist uns bewusst. Die verkürzte Sprachform hat also ausschließlich redaktionelle Gründe und beinhaltet keine Wertung. Jede Person – unabhängig vom Geschlecht – darf und soll sich gleichermaßen angesprochen fühlen.

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